WordPress selbst nutzen oder Agentur beauftragen?
Was ein CMS kann – und was nicht
WordPress gehört zu den bekanntesten Content-Management-Systemen und ermöglicht es Unternehmen, Inhalte ihrer Website ohne tägliche Programmierarbeit zu verwalten. Texte ändern, Bilder austauschen, neue Beiträge veröffentlichen oder Seiten ergänzen – vieles davon lässt sich direkt im Administrationsbereich erledigen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass auch die komplette Konzeption und technische Erstellung einer professionellen Unternehmenswebsite ohne Fachwissen sinnvoll ist.

Genau hier liegt eine wichtige Unterscheidung: Ein Content-Management-System soll in erster Linie dabei helfen, Inhalte einer Website zu verwalten. Die strategische Planung, Gestaltung, technische Umsetzung, Suchmaschinenoptimierung und laufende Wartung sind davon getrennte Aufgaben.
Bei WEBKOMMUNIKATION24 setzen wir unter anderem auf WordPress und Joomla!, weil sich damit professionelle Websites entwickeln lassen, deren Inhalte unsere Kunden anschließend auf Wunsch selbst pflegen können. Sie müssen die Website dafür jedoch nicht zunächst selbst aufbauen.
Was ist ein Content-Management-System?
Ein Content-Management-System – kurz CMS – ist eine Software, mit der Inhalte einer Website erstellt, organisiert und bearbeitet werden können.
Der große Vorteil besteht darin, dass für viele alltägliche redaktionelle Änderungen keine direkte Arbeit am Programmcode notwendig ist. Stattdessen steht eine Benutzeroberfläche zur Verfügung, über die Inhalte verwaltet werden.
Typische Funktionen eines CMS:
- Inhalte erstellen und bearbeiten: Texte, Bilder und weitere Inhalte können über eine redaktionelle Oberfläche gepflegt werden.
- Seiten und Beiträge verwalten: Inhalte lassen sich strukturiert anlegen, veröffentlichen, aktualisieren oder archivieren.
- Kategorien und Schlagwörter: Je nach System können Inhalte kategorisiert und thematisch organisiert werden.
- Benutzer und Rollen: Verschiedene Personen können unterschiedliche Zugriffsrechte erhalten.
- Revisionen: Viele Systeme speichern frühere Bearbeitungsstände, sodass Änderungen nachvollzogen oder zurückgenommen werden können.
- Design und Templates: Das Erscheinungsbild wird über Templates beziehungsweise Themes und individuelle Gestaltung definiert.
- Erweiterungen: Zusätzliche Funktionen können – abhängig vom jeweiligen CMS – über Erweiterungen oder individuelle Entwicklung ergänzt werden.
Damit eignet sich ein CMS besonders für Websites, die regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt werden sollen.
Was ist WordPress?
WordPress ist ein weit verbreitetes Content-Management-System, das ursprünglich vor allem für Blogs entwickelt wurde und heute für sehr unterschiedliche Arten von Websites eingesetzt wird.
Damit lassen sich beispielsweise Unternehmenswebsites, Landingpages, Blogs und weitere digitale Auftritte realisieren. Über Themes, Erweiterungen und individuelle Entwicklung kann das System an sehr unterschiedliche Anforderungen angepasst werden.
Genau diese Flexibilität ist eine der großen Stärken von WordPress. Sie bedeutet allerdings auch, dass eine WordPress-Website sehr unterschiedlich umgesetzt sein kann.
Zwischen einer schnell installierten Standardvorlage und einer professionell konzipierten Unternehmenswebsite auf WordPress-Basis können erhebliche Unterschiede bei Gestaltung, Technik, Performance, Sicherheit und Nutzerführung bestehen.
Welche Vorteile bietet ein CMS wie WordPress?
Inhalte lassen sich später selbst pflegen
Für viele Unternehmen ist das einer der wichtigsten Vorteile. Wenn sich Öffnungszeiten ändern, ein neuer Mitarbeiter vorgestellt werden soll oder Texte aktualisiert werden müssen, kann dies häufig ohne Programmierkenntnisse erfolgen.
Sie müssen also nicht wegen jeder kleinen Inhaltsänderung einen Entwickler beauftragen.
Die Website kann weiterentwickelt werden
Ein CMS ist keine starre Sammlung einzelner HTML-Seiten. Neue Inhalte und Seiten können ergänzt werden, ohne die komplette Website neu erstellen zu müssen.
Das ist insbesondere für Unternehmen interessant, deren Angebot wächst oder die langfristig mit Blogbeiträgen, neuen Leistungsseiten oder anderen Inhalten arbeiten möchten.
Mehrere Personen können Inhalte verwalten
Über Benutzerrollen lässt sich definieren, wer auf welche Bereiche zugreifen darf. Dadurch können beispielsweise Mitarbeiter Inhalte bearbeiten, ohne automatisch vollständige administrative Rechte zu erhalten.
Großes Ökosystem
Für etablierte Systeme wie WordPress existiert ein umfangreiches Ökosystem aus Dokumentationen, Dienstleistern und Erweiterungen.
Das schafft viele Möglichkeiten, erhöht gleichzeitig aber die Verantwortung, eingesetzte Komponenten sorgfältig auszuwählen und dauerhaft zu pflegen.
Kann ich mit WordPress meine Website komplett selbst erstellen?
Grundsätzlich ja. WordPress kann installiert, mit einem Theme versehen und anschließend eigenständig eingerichtet werden.
Die wichtigere Frage lautet jedoch: Ist das für Ihr Unternehmen die sinnvollste Nutzung Ihrer Zeit?
Eine professionelle Website besteht nicht nur aus der Bedienung eines CMS. Sie erfordert Entscheidungen über:
- Zielgruppen und Positionierung,
- Seitenstruktur und Navigation,
- Webdesign und Markenwirkung,
- Texte und Bildsprache,
- responsive Darstellung,
- Performance,
- Suchmaschinenoptimierung,
- Conversion und Nutzerführung,
- technische Wartbarkeit und Sicherheit.
WordPress stellt dafür die technische Plattform bereit. Es beantwortet diese strategischen und gestalterischen Fragen jedoch nicht automatisch.
Gut zu wissen: Ein CMS macht die Pflege einer Website einfacher. Es macht professionelle Webentwicklung aber nicht überflüssig. Vergleichbar ist das mit einer Textverarbeitung: Dass Sie ein Dokument bearbeiten können, bedeutet nicht automatisch, dass Gestaltung, Struktur und Inhalte ohne weiteres zu einem professionellen Ergebnis führen.
Wo liegt die Lernkurve bei WordPress?
Grundlegende redaktionelle Aufgaben lassen sich nach einer kurzen Einführung häufig gut erledigen. Je tiefer Sie jedoch in Gestaltung, Erweiterungen und technische Konfiguration einsteigen, desto komplexer wird das System.
Ein Text zu ändern ist eine andere Aufgabe als beispielsweise:
- ein neues Seitentemplate zu entwickeln,
- komplexe Layouts anzupassen,
- Performance-Probleme zu analysieren,
- Fehler nach einem Update zu beheben,
- technisches SEO umzusetzen,
- Schnittstellen zu integrieren.
Deshalb ist es sinnvoll, redaktionelle Pflege und technische Administration voneinander zu unterscheiden.
WordPress und Plugins: mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Verantwortung
Plugins erweitern WordPress um zusätzliche Funktionen. Das kann sehr praktisch sein, weil nicht jede Funktion individuell programmiert werden muss.
Allerdings sollte nicht jede denkbare Erweiterung installiert werden. Plugins unterscheiden sich hinsichtlich Qualität, Wartung, Funktionsumfang und langfristiger Unterstützung.
Zu viele oder ungeeignete Erweiterungen können die Website unnötig komplex machen und sich beispielsweise auf Wartbarkeit oder Performance auswirken.
Eine professionelle Umsetzung berücksichtigt deshalb, welche Funktionen wirklich benötigt werden und wie sie technisch sinnvoll realisiert werden können.
Ist WordPress sicher?
Eine pauschale Antwort mit „sicher“ oder „unsicher“ wäre zu einfach.
Die Sicherheit einer Website hängt von mehreren Faktoren ab: der verwendeten WordPress-Version, eingesetzten Themes und Plugins, Benutzerkonten, Zugangsdaten, Hostingumgebung und der laufenden Wartung.
Eine regelmäßig gepflegte Website mit sinnvoll ausgewählten Komponenten und einer guten technischen Betreuung hat eine andere Ausgangslage als eine Installation, die über Jahre nicht aktualisiert wurde.
Deshalb gehören Sicherheitsupdates und regelmäßige Wartung zu einem professionellen Betrieb.
Gut zu wissen: Nicht das Content-Management-System allein entscheidet über die Sicherheit einer Website. Entscheidend ist, wie die gesamte technische Umgebung eingerichtet, gepflegt und überwacht wird.
Was kostet eine WordPress-Website?
WordPress selbst ist als Software grundsätzlich frei verfügbar. Daraus folgt jedoch nicht, dass eine professionelle WordPress-Website automatisch kostenlos oder besonders günstig ist.
Je nach Projekt können Kosten entstehen für:
- Hosting und Domain,
- professionelles Webdesign,
- Texterstellung und Bilder,
- individuelle Entwicklung,
- kostenpflichtige Erweiterungen oder Lizenzen,
- Suchmaschinenoptimierung,
- Wartung und technische Betreuung.
Auch die eigene Arbeitszeit sollte berücksichtigt werden, wenn Sie Konzeption, Gestaltung und Einrichtung selbst übernehmen möchten.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob WordPress kostenlos heruntergeladen werden kann, sondern welcher Aufwand notwendig ist, um damit die gewünschte Website zuverlässig umzusetzen und zu betreiben.
WordPress oder Joomla! – welches CMS ist besser?
Auch darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Beide Systeme können für professionelle Websites eingesetzt werden.
Welches CMS sinnvoller ist, hängt unter anderem von den Anforderungen des Projekts, der geplanten Struktur, benötigten Funktionen und der gewünschten späteren Pflege ab.
Bei WEBKOMMUNIKATION24 legen wir uns deshalb nicht auf die Aussage fest, dass ein einzelnes System für jedes Unternehmen automatisch die beste Wahl sei.
Technologie sollte sich an den Anforderungen orientieren – nicht umgekehrt.
Was sollten Unternehmen selbst im CMS bearbeiten?
Nach Fertigstellung einer Website können viele redaktionelle Aufgaben problemlos intern übernommen werden.
Dazu gehören je nach Projekt beispielsweise:
- Texte aktualisieren,
- Bilder austauschen,
- Blogbeiträge veröffentlichen,
- bestehende Informationen ergänzen,
- kleinere redaktionelle Anpassungen durchführen.
Bei größeren strukturellen, gestalterischen oder technischen Änderungen ist es dagegen häufig sinnvoll, auf professionelle Unterstützung zurückzugreifen.
Damit erhalten Sie einen guten Mittelweg: Sie bleiben bei alltäglichen Inhalten flexibel, ohne selbst für die gesamte technische Website verantwortlich sein zu müssen.
Was übernimmt eine Agentur bei einer WordPress-Website?
Bei einer professionellen Agenturlösung beginnt die Arbeit lange vor der Installation des CMS.
Zunächst werden Ziele, Zielgruppen, Inhalte und Anforderungen geklärt. Daraus entstehen Seitenstruktur und Nutzerführung. Anschließend werden Design und technische Umsetzung entwickelt.
Je nach Projekt können außerdem Suchmaschinenoptimierung, Texterstellung, Performance-Optimierung und weitere Leistungen dazugehören.
Das CMS bildet anschließend die technische Grundlage dafür, dass diese Website verwaltet und weiterentwickelt werden kann.
Genau hier unterscheidet sich die Agenturlösung von „WordPress installieren und loslegen“.
Agenturbetreuung und eigene Inhaltspflege schließen sich nicht aus
Manchmal entsteht der Eindruck, dass eine Agenturwebsite automatisch bedeutet, bei jeder noch so kleinen Änderung abhängig zu sein. Das muss nicht so sein.
Bei WEBKOMMUNIKATION24 entwickeln wir Websites so, dass Sie geeignete Inhalte anschließend selbst bearbeiten können, wenn Sie das möchten.
Gleichzeitig können wir im Rahmen unserer Wartungs- und Hostinglösungen die technische Betreuung übernehmen. Auch umfangreichere inhaltliche oder gestalterische Änderungen können Sie jederzeit an uns abgeben.
Gut zu wissen: Sie entscheiden selbst, wie viel Sie übernehmen möchten. Inhaltliche Flexibilität auf Ihrer Seite und professionelle technische Betreuung durch unsere Agentur lassen sich problemlos miteinander kombinieren.
Wann ist WordPress eine gute Wahl?
WordPress kann eine sehr gute technische Grundlage sein, wenn eine Website regelmäßig gepflegt und weiterentwickelt werden soll.
Besonders sinnvoll kann es sein, wenn:
- redaktionelle Inhalte regelmäßig aktualisiert werden,
- neue Seiten und Beiträge hinzukommen sollen,
- mehrere Personen Inhalte verwalten,
- die Website langfristig erweiterbar bleiben soll,
- ein etabliertes CMS gewünscht wird.
Ob WordPress konkret die beste Lösung ist, sollte jedoch immer anhand der Anforderungen des jeweiligen Projekts entschieden werden.
WordPress ist ein Werkzeug – keine fertige Website
Das ist wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis dieses Beitrags.
WordPress kann die technische Grundlage für eine hervorragende Unternehmenswebsite bilden. Es entscheidet aber nicht automatisch über gutes Design, überzeugende Texte, eine verständliche Nutzerführung oder erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung.
Diese Qualität entsteht durch die Art und Weise, wie das System eingesetzt wird.
Bei WEBKOMMUNIKATION24 müssen Sie Ihre WordPress-Website deshalb nicht selbst zusammenbauen. Wir übernehmen Konzeption, Webdesign und technische Umsetzung und können je nach Projekt weitere Leistungen wie SEO und Content integrieren. Nach der Fertigstellung können Sie geeignete Inhalte selbst pflegen – oder Sie überlassen auch die laufenden Änderungen, Wartung und das Hosting weiterhin uns.
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