Wie sollte eine Website aufgebaut sein? So planen Sie eine sinnvolle Website-Struktur

Wie sollte eine Website aufgebaut sein?
So planen Sie eine sinnvolle Website-Struktur

Eine gute Website-Struktur sorgt dafür, dass Besucher schnell verstehen, wo sie die gesuchten Informationen finden. Gleichzeitig schafft sie eine klare Grundlage für Inhalte, Nutzerführung und Suchmaschinenoptimierung. Welche Struktur sinnvoll ist, hängt deshalb nicht von einer festen Vorlage ab, sondern von Ihrem Unternehmen, Ihren Zielgruppen und den Zielen Ihrer Website.

Beispiel für den strukturellen Aufbau einer Website

Eine Website für einen Handwerksbetrieb benötigt beispielsweise eine andere Struktur als ein Onlineshop, eine Unternehmensberatung oder ein Restaurant.

Bevor Webdesign und technische Umsetzung beginnen, lohnt sich deshalb eine zentrale Frage:

Welche Informationen benötigen unsere Besucher – und wie führen wir sie möglichst einfach dorthin?

Was bedeutet Website-Struktur eigentlich?

Die Website-Struktur beschreibt, wie einzelne Seiten und Inhalte innerhalb eines Internetauftritts organisiert und miteinander verbunden sind.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Startseite,
  • Haupt- und Unterseiten,
  • die Navigation,
  • thematische Kategorien,
  • interne Verlinkungen,
  • Landingpages,
  • Blog- oder Ratgeberbereiche.

Eine gute Struktur hilft Besuchern dabei, sich zu orientieren. Sie sollte möglichst nachvollziehbar widerspiegeln, welche Themen für das Unternehmen und seine Kunden wichtig sind.

Gut zu wissen: Website-Struktur und Navigation sind nicht dasselbe. Die Struktur beschreibt die gesamte Organisation der Inhalte. Das Navigationsmenü ist lediglich eine Möglichkeit, ausgewählte Bereiche dieser Struktur für Besucher zugänglich zu machen.

Die Website-Struktur beginnt mit den Zielen

Bevor Sie überlegen, welche Menüpunkte Ihre Website benötigt, sollten Sie festlegen, welche Aufgabe sie erfüllen soll.

Mögliche Ziele sind beispielsweise:

  • qualifizierte Anfragen gewinnen,
  • Leistungen erklären,
  • Produkte verkaufen,
  • Termine oder Reservierungen ermöglichen,
  • potenzielle Mitarbeiter ansprechen,
  • Fachwissen vermitteln,
  • bestehenden Kunden Informationen bereitstellen.

Eine Website kann selbstverständlich mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen. Trotzdem sollte klar sein, welche davon besonders wichtig sind.

Diese Prioritäten beeinflussen anschließend die gesamte Struktur.

Unterschiedliche Unternehmen brauchen unterschiedliche Strukturen

Ein Restaurant möchte möglicherweise Speisekarte, Öffnungszeiten, Standort und Reservierungsmöglichkeiten besonders leicht erreichbar machen.

Bei einem Handwerksunternehmen können dagegen einzelne Leistungen, Einsatzgebiet, Referenzen und Kontaktmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen.

Eine Unternehmensberatung benötigt möglicherweise ausführliche Leistungsseiten, Informationen zur Arbeitsweise, Expertise und Fallbeispiele.

Ein Onlineshop wiederum benötigt Produktkategorien, Produktseiten und weitere Bereiche rund um den Kaufprozess.

Es gibt deshalb keine universelle Seitenstruktur, die für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet ist.

Eine typische Struktur für eine Unternehmenswebsite

Für viele kleine und mittelständische Unternehmen kann eine grundlegende Struktur beispielsweise so aussehen:

  • Startseite
  • Leistungen
    • Leistung A
    • Leistung B
    • Leistung C
  • Referenzen oder Projekte
  • Über uns
  • Ratgeber oder Blog
  • Kontakt
  • rechtlich erforderliche Informationen

Das ist allerdings nur ein Beispiel und keine Vorlage, die jedes Unternehmen übernehmen sollte.

Ein Betrieb mit nur einer klar definierten Dienstleistung benötigt möglicherweise keine übergeordnete Leistungsübersicht. Ein Unternehmen mit zahlreichen unterschiedlichen Angeboten kann dagegen eine wesentlich tiefere Struktur benötigen.

Die hierarchische Struktur als häufige Grundlage

Viele Unternehmenswebsites sind grundsätzlich hierarchisch aufgebaut.

Ganz oben steht die Startseite. Darunter befinden sich zentrale Themenbereiche wie Leistungen, Unternehmen, Referenzen oder Wissen. Umfangreichere Bereiche können anschließend weiter untergliedert werden.

Ein Unternehmen könnte beispielsweise folgende Struktur verwenden:

  • Leistungen
    • Webdesign
    • Suchmaschinenoptimierung
    • Hosting und Wartung

Diese Hierarchie hilft dabei, zusammengehörende Inhalte logisch zu organisieren.

Sie sollte allerdings nicht unnötig kompliziert werden. Besucher sollten wichtige Inhalte möglichst ohne Umwege erreichen können.

Nicht jede Unterseite muss im Hauptmenü stehen

Ein häufiger Fehler besteht darin, die gesamte Website-Struktur im Hauptmenü abbilden zu wollen.

Das kann bei umfangreicheren Websites schnell unübersichtlich werden.

Das Hauptmenü sollte vor allem die wichtigsten Einstiege bieten. Weitere Seiten können über Übersichtsseiten, Kontextlinks, den Footer oder andere passende Elemente erreichbar sein.

Ein Blog mit 100 Beiträgen benötigt schließlich auch nicht 100 Einträge im Hauptmenü.

Grundregel: Die Navigation soll Besuchern Orientierung geben – nicht die vollständige technische Seitenstruktur präsentieren.

Wann ist ein Onepager sinnvoll?

Bei einem Onepager werden die wesentlichen Inhalte auf einer einzigen Seite dargestellt. Besucher navigieren dabei meist zwischen verschiedenen Abschnitten derselben Seite.

Das kann für sehr kompakte Angebote sinnvoll sein, beispielsweise:

  • eine einzelne Kampagne,
  • ein klar abgegrenztes Produkt,
  • eine Veranstaltung,
  • ein kleines Projekt mit geringem Informationsumfang.

Für umfangreichere Unternehmenswebsites kann ein Onepager dagegen schnell an Grenzen stoßen.

Wenn mehrere Leistungen ausführlich erklärt werden sollen, unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden oder verschiedene Themen über Suchmaschinen gefunden werden sollen, sind eigenständige Unterseiten häufig die bessere Grundlage.

Onepager oder klassische Unternehmenswebsite?

Die Entscheidung sollte nicht allein vom gewünschten Design abhängen.

Ein Onepager kann übersichtlich und visuell ansprechend sein. Eine mehrseitige Website bietet dagegen mehr Möglichkeiten, unterschiedliche Themen klar voneinander zu trennen und ausführlich zu behandeln.

Besonders wenn Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle spielt, sollte geprüft werden, welche unterschiedlichen Suchintentionen mit eigenen Seiten sinnvoll beantwortet werden können.

Eine umfangreiche Dienstleistung ausschließlich in einem kurzen Abschnitt auf der Startseite zu erwähnen, kann beispielsweise zu wenig sein, wenn potenzielle Kunden ausführliche Informationen dazu benötigen.

Strukturieren Sie nach Kundenfragen – nicht nach Ihrer internen Organisation

Ein besonders wichtiger Grundsatz lautet: Die Website sollte aus Sicht der Besucher aufgebaut sein.

Unternehmen denken häufig in internen Abteilungen, Zuständigkeiten oder Produktbezeichnungen. Potenzielle Kunden kennen diese Struktur jedoch nicht unbedingt.

Sie suchen möglicherweise nach einer Lösung für ein konkretes Problem.

Statt die Navigation ausschließlich anhand der eigenen Organisation aufzubauen, sollten Sie deshalb überlegen:

  • Welche Fragen haben Interessenten?
  • Nach welchen Leistungen suchen sie?
  • Welche Begriffe verwenden sie?
  • Welche Informationen benötigen sie für eine Entscheidung?
  • Welche nächsten Schritte sind für sie sinnvoll?

Eine gute Website übersetzt die interne Unternehmenswelt in eine Struktur, die Kunden verstehen.

Leistungsseiten sinnvoll strukturieren

Wenn ein Unternehmen mehrere klar unterscheidbare Leistungen anbietet, können eigene Leistungsseiten sinnvoll sein.

Eine übergeordnete Leistungsseite gibt dann einen Überblick und führt zu den einzelnen Angeboten.

Beispielsweise:

  • Leistungen
    • Strategische Beratung
    • Webdesign
    • SEO
    • Hosting und Wartung

Besucher können dadurch direkt zu dem Thema wechseln, das für sie relevant ist.

Gleichzeitig lassen sich einzelne Leistungen wesentlich ausführlicher erklären als in einem kurzen Abschnitt auf der Startseite.

Auch unterschiedliche Zielgruppen können die Struktur beeinflussen

Manche Unternehmen bieten ähnliche Leistungen für sehr unterschiedliche Kundengruppen an.

In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, neben einer leistungsorientierten Struktur auch passende Einstiege für bestimmte Zielgruppen oder Anwendungsfälle zu schaffen.

Allerdings sollte nicht für jede denkbare Kombination automatisch eine neue Unterseite angelegt werden.

Zusätzliche Seiten sind vor allem dann sinnvoll, wenn sie einen eigenständigen Informationsbedarf erfüllen und ausreichend relevante Inhalte bieten.

Die Startseite ist ein Verteiler – nicht die gesamte Website

Eine Startseite muss nicht jedes Detail des Unternehmens erklären.

Ihre Aufgabe besteht häufig darin, Orientierung zu geben:

  • Was bietet das Unternehmen?
  • Für wen?
  • Warum ist das Angebot interessant?
  • Welche wichtigen Bereiche gibt es?
  • Wie kann der Besucher weitermachen?

Ausführliche Informationen können anschließend auf den entsprechenden Unterseiten folgen.

Dadurch bleibt die Startseite übersichtlich, ohne dass wichtige Inhalte verloren gehen.

Interne Verlinkungen ergänzen die Seitenhierarchie

Besucher bewegen sich nicht ausschließlich über das Hauptmenü durch eine Website.

Interne Links können thematisch verwandte Inhalte miteinander verbinden und sinnvolle nächste Schritte anbieten.

Ein Ratgeberartikel über Website-Sicherheit kann beispielsweise zu Informationen über Wartung führen. Eine Leistungsseite kann passende Referenzprojekte verlinken. Ein Beitrag über Suchmaschinenoptimierung kann auf eine entsprechende Leistungsseite führen.

Dadurch entsteht ein Netzwerk aus zusammenhängenden Inhalten.

Gut zu wissen: Eine klare Hierarchie und sinnvolle interne Verlinkungen schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Zusammen sorgen sie dafür, dass Besucher unterschiedliche Wege durch die Website nehmen können, ohne die Orientierung zu verlieren.

Welche Rolle spielt die Website-Struktur für SEO?

Eine nachvollziehbare Website-Struktur ist auch für Suchmaschinenoptimierung relevant.

Sie hilft dabei, Themen sinnvoll zu ordnen und zusammengehörende Inhalte miteinander zu verbinden.

Für SEO sollte jedoch nicht einfach für jedes mögliche Keyword eine neue Seite erstellt werden. Entscheidend ist, ob tatsächlich ein eigenständiges Thema beziehungsweise eine eigenständige Suchintention vorhanden ist.

Mehrere nahezu identische Seiten können für Nutzer eher verwirrend sein und unnötige Überschneidungen erzeugen.

Eine gute SEO-Struktur besteht deshalb nicht aus möglichst vielen Seiten, sondern aus klar abgegrenzten und hilfreichen Inhalten.

Flache oder tiefe Website-Struktur?

Grundsätzlich sollten wichtige Inhalte ohne unnötig komplizierte Hierarchien erreichbar sein.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Website möglichst „flach“ aufgebaut sein muss.

Bei einem Unternehmen mit wenigen Leistungen kann eine einfache Struktur völlig ausreichen. Ein umfangreicher Onlineshop oder Wissensbereich benötigt dagegen zwangsläufig mehr Ebenen.

Entscheidend ist, dass die Struktur nachvollziehbar bleibt.

Eine zusätzliche Ebene ist nicht automatisch schlecht – sie sollte lediglich einen sinnvollen Zweck erfüllen.

Typische Fehler bei der Website-Struktur

Bei der Planung von Unternehmenswebsites begegnen uns immer wieder ähnliche Probleme:

  • zu viele Punkte im Hauptmenü,
  • unklare oder kreative Bezeichnungen, die niemand versteht,
  • mehrere Seiten mit nahezu identischem Inhalt,
  • alle Informationen werden auf die Startseite gepackt,
  • wichtige Leistungen besitzen keine eigenen Seiten,
  • die Struktur orientiert sich nur am Unternehmen und nicht an den Kunden,
  • neue Seiten werden über Jahre ergänzt, ohne die Gesamtstruktur anzupassen.

Gerade bei älteren Websites entsteht häufig eine Struktur, die ursprünglich einmal sinnvoll war, durch kontinuierliche Erweiterungen aber zunehmend unübersichtlich geworden ist.

Dann kann eine strukturelle Überarbeitung sinnvoll sein – auch ohne zwangsläufig die gesamte Website neu entwickeln zu müssen.

Website-Struktur vor dem Design planen

Die Struktur sollte idealerweise feststehen, bevor einzelne Seiten vollständig gestaltet werden.

Denn die Informationsarchitektur beeinflusst das Webdesign erheblich.

Wir müssen beispielsweise wissen:

  • welche Seitentypen benötigt werden,
  • welche Inhalte besonders wichtig sind,
  • welche Nutzerwege entstehen sollen,
  • welche Call-to-Actions vorgesehen sind,
  • welche Inhalte miteinander verbunden werden.

Erst danach lässt sich ein Design entwickeln, das diese Anforderungen sinnvoll unterstützt.

So entsteht eine sinnvolle Website-Struktur

Für die Planung kann folgende Reihenfolge hilfreich sein:

  1. Ziele festlegen: Was soll die Website für das Unternehmen erreichen?
  2. Zielgruppen verstehen: Wer besucht die Website und mit welchen Fragen?
  3. Themen sammeln: Welche Informationen und Leistungen müssen dargestellt werden?
  4. Themen gruppieren: Welche Inhalte gehören zusammen?
  5. Seiten definieren: Welche Themen benötigen eine eigene Seite?
  6. Hierarchie festlegen: Welche Seiten sind Haupt- und welche Unterseiten?
  7. Nutzerwege planen: Wie gelangen Besucher von einer Information zum nächsten sinnvollen Schritt?
  8. Navigation entwickeln: Welche zentralen Bereiche gehören ins Hauptmenü?
  9. Interne Verlinkungen planen: Welche Seiten sollten zusätzlich miteinander verbunden werden?

Damit entsteht die Struktur nicht aus einer beliebigen Vorlage, sondern aus den tatsächlichen Anforderungen der Website.

Website-Struktur und Seitenhierarchie planen

Die richtige Struktur kann mit dem Unternehmen wachsen

Eine Website ist selten für immer abgeschlossen.

Neue Leistungen kommen hinzu, Zielgruppen verändern sich, Unternehmen entwickeln sich weiter und zusätzliche Inhalte entstehen.

Eine gute Grundstruktur sollte deshalb Erweiterungen ermöglichen, ohne bei jeder neuen Seite vollständig neu gedacht werden zu müssen.

Gleichzeitig lohnt es sich, die Informationsarchitektur von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Was vor einigen Jahren logisch war, muss heute nicht mehr optimal zu Geschäftsmodell oder Nutzerbedürfnissen passen.

Wie plant WEBKOMMUNIKATION24 die Struktur einer Website?

Bei WEBKOMMUNIKATION24 müssen Sie sich nicht vor Projektbeginn selbst für eine fertige Website-Struktur entscheiden.

Die Informationsarchitektur ist Teil der professionellen Konzeption.

Wir betrachten unter anderem Ihr Geschäftsmodell, Ihre Leistungen, Zielgruppen und Ziele und entwickeln daraus eine sinnvolle Seitenstruktur.

Dabei werden Webdesign, Inhalte und Suchmaschinenoptimierung von Anfang an gemeinsam gedacht. Denn eine Website-Struktur sollte weder ausschließlich aus gestalterischer noch ausschließlich aus SEO-Perspektive entstehen.

Anschließend setzen wir die Website professionell um. Nach der Fertigstellung können Sie geeignete Inhalte über ein Content-Management-System wie WordPress oder Joomla! selbst pflegen oder die laufende Betreuung an uns übergeben.

Fazit: Eine gute Website-Struktur macht den nächsten Schritt offensichtlich

Es gibt nicht die eine perfekte Struktur für jede Website.

Eine gute Informationsarchitektur orientiert sich an Ihrem Unternehmen, den Bedürfnissen Ihrer Kunden und den Zielen, die Ihre Website erreichen soll.

Besucher sollten möglichst schnell verstehen, wo sie die gesuchten Informationen finden und welcher nächste Schritt für sie sinnvoll ist. Genau deshalb beginnt professionelles Webdesign nicht mit Farben oder Animationen, sondern mit einer klaren Struktur.

Website-Struktur professionell planen lassen